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Eine Website ohne Cookie-Banner. Was technisch dazugehört.

Das Cookie-Banner ist keine Vorschrift. Es ist die Folge einer Entscheidung, die vorher getroffen wurde. Eine Website braucht eine Einwilligung, wenn sie Dinge tut, die über die reine Auslieferung der Seite hinausgehen: Daten in fremde Dienste geben, Besucher wiedererkennen, Verhalten messen. Wenn eine Seite das nicht tut, gibt es nichts, in das jemand einwilligen müsste, und das Banner entfällt.

Dieser Text beschreibt, was dafür nötig ist und was man dafür aufgibt. Er ist keine Rechtsberatung. Welche Ausgestaltung für Ihren Betrieb zulässig ist, entscheidet Ihre Datenschutzbeauftragte oder Ihr Anwalt. Die technische Seite ist aber in jedem Fall dieselbe, und sie ist der Teil, den man baut.

Die vier Stellen, an denen Daten abfließen

In der Praxis kommt ein Banner fast immer von vier Dingen.

Schriften von einem fremden Server. Wird eine Schrift von einem Anbieter nachgeladen, erfährt dieser Anbieter bei jedem Seitenaufruf die IP-Adresse des Besuchers. Die Lösung ist einfach und ändert am Aussehen nichts: Die Schriftdateien werden heruntergeladen und liegen auf Ihrem Server. Zusätzlich gewinnt die Seite dabei Ladezeit, weil eine Verbindung weniger aufgebaut werden muss.

Eingebettete Karten. Eine eingebettete Karte ist ein fremder Dienst mitten auf Ihrer Seite und läuft, sobald die Seite lädt. Für den Zweck, den eine Karte auf einer Unternehmensseite hat, reicht in der Regel weniger: Adresse als Text, ein Bild der Umgebung und ein Link, der die Karte in der App des Besuchers öffnet. Wer navigieren will, navigiert dann in der App, die er ohnehin benutzt.

Eingebettete Videos. Ein Video von einer Videoplattform bringt deren Wiedererkennung mit. Liegt das Video als Datei auf Ihrem Server und wird mit dem Player des Browsers abgespielt, ist es nur noch eine Datei. Das setzt voraus, dass das Video für das Web aufbereitet ist, also in mehreren Auflösungen und in einem modernen Format vorliegt, und dass es erst lädt, wenn es gebraucht wird. Das ist Arbeit bei der Umsetzung und danach ein Vorteil, weil Sie kontrollieren, was neben Ihrem Film angezeigt wird.

Reichweitenmessung. Hier liegt der eigentliche Verzicht, und darüber sollte man offen sprechen.

Was Sie ohne Messung nicht mehr wissen

Ohne einwilligungspflichtige Messung wissen Sie nicht, wie viele einzelne Personen die Seite besucht haben, woher sie kamen, wie lange sie geblieben sind und an welcher Stelle sie abgesprungen sind. Wer diese Zahlen für Entscheidungen braucht, braucht ein Banner, und dann sollte es ein sauberes sein, das eine echte Ablehnung zulässt.

Für die meisten kleinen und mittleren Betriebe sind diese Zahlen aber nicht die, nach denen entschieden wird. Entschieden wird nach Anfragen. Und Anfragen lassen sich ohne jede Wiedererkennung zählen, weil sie ohnehin bei Ihnen eingehen: Anfragen pro Monat, über welches Formular, für welche Leistung, in welcher Woche. Wenn im Formular ein Feld "Wie haben Sie uns gefunden" steht, haben Sie die eine Angabe, die zur Reichweitenmessung wirklich fehlt, in einer Form, die kein Dienst liefert.

Dazu kommen zwei Quellen, die es ohnehin gibt. Die Serverprotokolle zeigen, welche Seiten abgerufen werden, und lassen sich je nach Hosting verkürzt führen. Und das Google-Unternehmensprofil zeigt für den lokalen Bereich Suchanfragen, Anrufe und Klicks auf die Route, ohne dass dafür etwas auf Ihrer Seite laufen muss. Für die Frage "kommen mehr Anfragen als im letzten Quartal" reicht das.

Was trotzdem einwilligungsfrei möglich ist

Ein Kontaktformular braucht keine Einwilligung für seinen Zweck, aber eine Datenschutzerklärung, die sagt, was mit den Angaben passiert, wer sie sieht und wie lange sie liegen. Wer ein Formular hat, braucht ohnehin eine funktionierende Zustellung: Der Versand über den eigenen Mailserver, mit korrekter Absenderfreigabe, damit die Anfrage nicht im Spam-Ordner endet. Das ist die häufigere Fehlerquelle als der Datenschutz.

Technisch notwendige Speicherungen sind zulässig, etwa ein Schutz gegen Formular-Missbrauch oder die Merkung einer Spracheinstellung. Entscheidend ist, dass es sich auf den Betrieb der Seite beschränkt und nicht zur Wiedererkennung über Seiten hinweg dient.

Warum das auch ohne Datenschutz ein Vorteil ist

Eine Seite ohne fremde Abrufe lädt schneller, weil jeder fremde Abruf eine eigene Verbindung, eine eigene Wartezeit und ein eigenes Ausfallrisiko ist. Sie ist außerdem unabhängig: Wenn ein Anbieter seine Bedingungen ändert, seinen Dienst einstellt oder ausfällt, ändert sich an Ihrer Seite nichts. Und sie hat kein Banner, das der Besucher wegklicken muss, bevor er sieht, was Sie anbieten.

Der Aufwand dafür entsteht einmal, beim Bauen, und er ist überschaubar. Der Aufwand für ein Banner entsteht dauerhaft, weil es gepflegt, geprüft und bei jeder Änderung an den eingebundenen Diensten nachgezogen werden muss.

Wenn Sie eine bestehende Seite haben, ist der erste Schritt eine Bestandsaufnahme: Welche fremden Abrufe passieren beim Laden Ihrer Startseite tatsächlich. Das lässt sich an einem Vormittag feststellen, und danach ist klar, ob es sich um drei Korrekturen oder um einen Neuaufbau handelt. Was das für Ihre Seite bedeutet, können Sie im Konfigurator zusammenstellen, oder Sie schicken die Adresse Ihrer aktuellen Seite über das Kontaktformular. Sie bekommen eine Einschätzung mit einer realistischen Summe zurück, ohne Gespräch und ohne Verpflichtung.

Was davon trifft auf Ihren Betrieb zu?

Eine Mail reicht. Sie bekommen eine realistische Summe zurück, ohne Gespräch und ohne Verpflichtung.

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